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Kiel

Dieser Text beschreibt Kiel.


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Kiel Artikel

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Kiel. Weiteres siehe: Kiel (Begriffsklärung).


Wappen Karte
Kiel Beschreibung Kiel Beschreibung
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 114 km²
Einwohner: 229.044 (25.8.2004)
Bevölkerungsdichte: 2.016 Einwohner je km²
Höhe: 14 m ü. NN
Vorwahl: 0431
Postleitzahl: 24 Tausend - 24159 (alt: 2300)
Geografische Lage: 54º 19' n. Br.
10º 08' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: KI
Gemeindeschlüssel: 01 0 02 000
Stadtgliederung: 18 Ortsbezirke
mit 30 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fleethörn 9
24103 Kiel
Offizielle Website: www.kiel.de
E-Mail-Adresse: rathaus@lhstadt.kiel.de (mailto:rathaus@lhstadt.kiel.de)
Politik
Oberbürgermeisterin: Angelika Volquartz (CDU)
Stadtpräsident: Dr. Arne Wulff (CDU)
Regierende Parteien: CDU/Grüne
Kiel Beschreibung
Kiel Beschreibung
Kieler Rathaus

Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel ist eine kreisfreie Stadt in dem Osten des Landes an der Ostsee (Kieler Förde). Sie ist die größte Stadt sowie, neben Lübeck und Flensburg, eines der drei Oberzentren des Bundeslandes. Ferner ist Kiel eine traditionsreiche Universitätsstadt mit starkem Bezug zu dem Meer in den Bereichen Marine, Schiffbau, Segeln, Meeresforschung . Nächst gelegene größere Stadt ist die Freie und Hansestadt Hamburg, ungefähr 87 km südwestlich.

Die Einwohnerzahl der Stadt Kiel überschritt in dem Zuge des Ausbaus als Reichskriegshafens um das Jahr 1900 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das große Wimmelbilderbuch. Durch Stadt und Land. Maxiausgabe (Bilderbücher) Der Kauf hat sich gelohnt! Ich finde das Buch toll. Es ist schön gezeichnet, besonders die Personen in ihren Tätigkeiten. Es sind wirklich hunderte kleine Geschichten in diesem Buch versteckt. Ab und zu ist die Geschichte der Bilder ein wenig verrückt, aber ich finde das eher positiv. So kann man seiner Phantasie freien lauf lassen, zB woher...

Geografie

Kiel ist einer der wichtigsten Naturhäfen an der Ostsee an der Kieler Förde. Durch Kiel verläuft die Wasserscheide von der Nordsee zur Ostsee. So berührt ebenso wie die Schwentine der Fluss Eider, der in die Nordsee mündet, Kieler Stadtgebiet, außerdem endet der Nord-Ostsee-Kanal in dem Stadtteil Kiel-Holtenau. Die Umgebung Kiels ist von Moränenhügeln geprägt und geht direkt in die Holsteinische Schweiz über.

Buch-Tipp: Der König der purpurnen Stadt. wundervolle Lesestunden auf beinahe 1 Tausend Seiten!!! Rebecca Gable führt durch einige Jahre des Londoner Jonah Durham. Dieser wird trotz aller Schwierigkeiten mit seinem Vetter Rupert Hillock, der auch sein Lehrherr ist, zu einem angesehenen und reichen Tuchhändler - auch Dank seiner guten Verbindung zu dem Hof und dort speziell zu Königin Philippa....

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Kiel (sie werden nachdem Uhrzeigersinn beginnend in dem Nordosten, an der Ostküste der Kieler Förde, genannt):

Kreis Plön: Mönkeberg, Schönkirchen , Klausdorf und Raisdorf (alles amtsfreie Gemeinden) sowie Pohnsdorf , Honigsee und Boksee (alle Amt Preetz-Land )
Kreis Rendsburg-Eckernförde: Flintbek (Amt Flintbek ), Molfsee und Mielkendorf (Amt Molfsee ), Melsdorf und Ottendorf (Amt Achterwehr), Kronshagen (amtsfreie Gemeinde), Neuwittenbek und Felm (Amt Dänischer Wohld), Altenholz (amtsfreie Gemeinde) und Dänischenhagen (Amt Dänischenhagen )

Buch-Tipp: Die Stadt der Blinden. Der Mensch ist des Menschen Wolf Nobelpreisträger Saramago illustriert mit seinem Werk äußerst plastisch, wie zerbrechlich die menschliche Zivilisiertheit ist. Nachdem sich die Epidemie einer weißen Blindheit über die Bewohner einer Stadt gelegt hat, dauert es ca. wenige Tage, bis die alten Regeln eines zivilisierten Miteinanders außer Kraft...

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Kiels ist in 30 Stadtteile eingeteilt. Meistens bilden ein oder mehrere Stadtteile zusammen einen der insgesamt 18 Ortsbezirke mit je einem Ortsbeirat. Diese Gremien werden von der Ratsversammlung (Gemeinderat) der Gesamtstadt nach jeder Kommunalwahl neu bestimmt und sind zu wichtigen, den Ortsbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Sie können auch Anträge, die den Stadtteil betreffen, an die Ratsversammlung stellen, damit diese dort beraten bzw. beschlossen werden.

Die Ortsbezirke mit ihren zugehörten Stadtteilen und deren amtlicher Nummer:

  • Mitte
    • 1 Altstadt
    • 2 Vorstadt
    • 3 Exerzierplatz
    • 4 Damperhof
  • Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook
    • 5 Brunswik
    • 6 Düsternbrook
    • 7 Blücherplatz
    • 9 Ravensberg
  • Steenbek-Projensdorf
    • 8 Wik z.T.
  • Wik
    • 8 Wik z.T.
  • Schreventeich/Hasseldieksdamm
    • 10 Schreventeich
    • 11 Südfriedhof
    • 15 Hasseldieksdamm
  • Gaarden
    • 12 Gaarden-Ost
    • 13 Gaarden-Süd und Kronsburg
  • Hassee/Vieburg
    • 14 Hassee
  • Ellerbek/Wellingdorf
    • 16 Ellerbek
    • 17 Wellingdorf
  • Holtenau
  • Pries-Friedrichsort
  • Neumühlen-Dietrichsdorf/Oppend
    • 21 Neumühlen-Dietrichsdorf
  • Elmschenhagen/Kroog
    • 22 Elmschenhagen
  • Suchsdorf
    • 23 Suchsdorf ist ein Stadtteil mit etwa 10 Tausend Einwohnern. Ursprünglich gegründet unter dem Namen Sukesdorpe. Er liegt am Nord-Ostsee-Kanal.
  • Schilksee
  • Mettenhof
    • 25 Mettenhof
  • Russee/Hammer
    • 26 Russee
  • Meimersdorf/Moorsee
    • 27 Meimersdorf
    • 28 Moorsee
  • Wellsee/Kronsburg/Rönne
    • 29 Wellsee
    • 30 Rönne
Buch-Tipp: Die Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz Eine wahrhaftig wunderschöne Libeserklärung ans Lesen! Ich muss zugeben, "Die Stadt der träumenden Bücher" ist das erste Buch, das ich von Käpt'n Blaubär-Erfinder Walter Moers gelesen habe. Lange stand ich in dem Buchladen dafür und überlegte mir, ob ich es kaufen soll. Schon die Umschlagsgestaltung gefiel mir dann doch so gut, dass ich das Buch...

Geschichte

Kiel Beschreibung
Kiel Beschreibung
Historische Karte (um 1888)
Buch-Tipp: Die Stadt der wilden Götter. ECHT KLASSE !!! Die Stadt der wilden Götter ist echt toll, weil man richtig eintauchen kann. Alex und Nadia in dem Regenwald zu begleiten ist sehr schön. Als ich mit dem Buch fertig war war ich traurig, aber da hatte ich noch nicht gewusst, dass es noch zwei weitere bücher von Alex und Nadia gibt. Im Reich des goldenen Drachen und In dem Bann der Masken....

Eingemeindungen

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste das Stadtgebiet von Kiel inkl. Hammer eine Fläche von insgesamt 1.997 ha. Ab 1869 wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen in die Stadt Kiel eingegliedert:

Jahr Orte Zuwachs in ha
1869 Brunswik 277
1893 Wik 560
1901 Gaarden-Ost 311
1909 Projensdorf 229
1910 Gaarden-Süd 618
1910 Hassee 369
1910 Ellerbek 89
1910 Wellingsdorf 420
1910 Hasseldieksdamm 293
1922 Holtenau 515
1922 Pries 376
1922 Friedrichsort 132
1923 Kronsburg 69
1924 Neumühlen-Dietrichsdorf 400
1939 Elmschenhagen 655
1958 Suchsdorf 760
1959 Schilksee 606
1963 Mettenhof 158
1970 Russee 398
1970 Meimersdorf 766
1970 Moorsee 557
1970 Wellsee 501
1970 Rönne 479


Buch-Tipp: Die vergessene Stadt. Herrscher der drei Reiche. Die Zauberschiffe 05 + 06. toll, einfach gut. Habe mir das Buch vorbestellt, es letzten Freitag bekommen und das Wochenende damit verbracht bis ich es durch hatte. Es lässt einfach einen nicht los. . . Wer die Vorgeschichte kennt, muss den Schluss auch lesen. Dieser arrogante Drache nervt schon etwas, aber ansonsten wachsen alle anderen Charaktere mit der Geschichte mit...

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nachdem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (&sup1) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohnerzahlen
1300 ungefähr 1.000
1450 ungefähr 2.000
1750 ungefähr 4.000
1834 11.620
1.12 1875 &sup1 37.246
1.12 1890 &sup1 69.172
2.12 1895 &sup1 85.666
1.12 1900 &sup1 107.938
1.12 1910 &sup1 211.627
16.06 1925 &sup1 213.881
16.06 1933 &sup1 218.335
17.05 1939 &sup1 275.479
13.09 1950 &sup1 257.455
6.06 1961 &sup1 273.284
27.05 1970 &sup1 271.719
30.06 1975 263.000
30.06 1980 250.400
30.06 1985 245.300
27.05 1987 &sup1 237.767
30.06 1997 242.300
31.12 2003 229.901


&sup1 Volkszählungsergebnis

Buch-Tipp: DuMont Reise-Taschenbuch Rom Gut aber nicht perfekt Der Führer durfte mich in Rom begleiten und den Weg weisen (oder auch nicht). Letzteres ist auch mein großer Kritikpunkt an diesem Werk, ich finde den Stadtplan sehr unpraktisch und unübersichtlich. Die Gebiete sind willkürlich und unübersichtlich auf einzelne oder mehrere Seiten verteilt, die Logik der Anordnung hat sich...

Religionen

Die Bevölkerung der Stadt Kiel gehörte anfangs zu dem Erzbistum Bremen bzw. dessen Suffragan-Bistum Schleswig. Ab 1526 wurde durch den Landesherrn die Reformation eingeführt. 1534 mussten die Katholiken auf die einzige Pfarrkirche der Stadt (daneben gab es noch eine weitere Kirche) verzichten. Bereits vier Jahre zuvor war das Franziskanerkloster in Kiel geschlossen worden. Danach war Kiel über eine lange Zeit eine protestantische Stadt, die zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holstein gehörte, welche sich 1977 mit anderen Landeskirchen zur Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche vereinigte. Heute gehören die lutherischen Kirchengemeinden der Stadt - sofern sie nicht Mitglied der Selbständigen Evangelisch-lutherischen Kirche sind - zu dem Kirchenkreis Kiel innerhalb des Sprengels Holstein-Lübeck.

Evangelisch-Freikirchliche Christen (Baptisten) gibt es in Kiel seit 1859. Die eigentliche Gemeindegründung erfolgte 1872. Weitere Freikirchen in der Fördestadt sind die Methodisten, die Freie evangelische Gemeinde, die Pfingstkirche und die Adventisten.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. In dem Jahre 1891 wurde die erste katholische Pfarrkirche seit der Reformation erbaut. Die Gemeindeglieder Kiels gehörten zu dem damals bestehenden "Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen". 1930 wurde das Gebiet Schleswig-Holsteins aufgrund des Preußischen Konkordates von 1929 dem Bistum Osnabrück eingegliedert. Aus den nördlichen Gebieten dieses Bistums entstand 1993 das neue Erzbistum Hamburg, zum die Stadt Kiel nunmehr gehört. Offiziell errichtet wurde das Erzbistum Hamburg allerdings erst am 7. Januar 1995. Die Pfarrgemeinden der Stadt Kiel gehören innerhalb der Erzdiözese Hamburg zu dem Dekanat Kiel.

Heute ist die Bevölkerung Kiels zu ungefähr 48 Prozent evangelisch und zu 7 Prozent katholisch. Insgesamt gibt es 36 evangelische und 12 katholische Kirchen.

Die Geschichte der Juden in Kiel beginnt erst relativ spät, Ende des 17. Jahrhunderts. Es ist der Politik König Christians VII. zu verdanken, daß sich der Kieler Magistrat mit seiner zunächst judenfeindlichen Haltung nicht durchsetzte und Juden sich schließlich in Kiel ansiedeln konnten. 1782 wurde das ehemalige Kaffeehaus der Universität in der Kehdenstraße 12 das erste jüdische Bethaus der Stadt (existiert nicht mehr), bis die Gemeinde 1869 in die größere, dreistöckige Synagoge in der Haßstraße umzog (Teil des Erdgeschosses als Ruine bis heute erhalten). Diese Synagoge wurde aber bald zu klein, so daß man 1910 in den großen Neubau an der Ecke Humboldtstraße/Goethestraße umzog. 1933 hatte die Gemeinde etwa 600 Mitglieder. Diese letzte Synagoge wurde in der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 ("Reichskristallnacht") zerstört, ca. ein 1989 errichtetes Denkmal erinnert noch an sie. Bis 1938 hatte ungefähr die Hälfte der Kieler Juden die Stadt verlassen, nach der Pogromnacht, in der neben der Synagoge auch jüdische Geschäfte zerstört und enteignet wurden, nahm die Abwanderung weiter zu, bis dieser Weg 1939 durch den Kriegsausbruch auch versperrt wurde. Die meisten Kieler Juden wurden daraufhin in die Vernichtungslager deportiert und ermordet, ca. wenige haben überlebt. 1961 lebten in Kiel noch 27 Juden, mit abnehmender Tendenz, so daß die Verwaltung der jüdischen Belange für Schleswig-Holstein Ende der 1960er Jahre an die Jüdische Gemeinde in Hamburg übertragen wurde.

Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks und der damit möglichen Auswanderung dortiger Juden begann sich die Situation grundlegend zu ändern. Deutschland wurde eines der beliebtesten Länder für die jüdische Zuwanderung, hier gibt es momentan die am schnellsten wachsende jüdische Bevölkerung der Welt. So nahm auch in Kiel die Zahl der Juden wieder zu, so daß eine andere Form der Betreuung notwendig wurde. 1995 wurde in Kiel das „Jüdische Bildungs-, Kultur- und Sozialwerk“ gegründet und eine jüdische Sozialarbeiterin eingestellt. Da es in dieser Zeit keine jüdische Gemeinde in Kiel gab, war das Zentrum der Jüdischen Gemeinde in Hamburg unterstellt und von ihr abhängig. 1997 lud der neu berufene Kantor die ungefähr 250 Juden in Kiel zu dem ersten jüdischen Gottesdienst nach der Zerstörung der Synagoge durch die Nationalsozialisten in dem Jahre 1938 ein. Seit Ende der 1990er Jahre gibt es das Kieler Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Hamburg, es gibt regelmäßige Gottesdienste am Schabbat und an den Festtagen sowie die unverzichtbare soziale Betreuung. Heute (2004) leben in Kiel ungefähr 350 bis 400 der Gemeinde bekannte Juden.

Durch diese Entwicklung angestoßen, gründete sich am 18. April 2004 die „Jüdische Gemeinde Kiel“ und trat dem 2002 gegründeten "Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein" bei, um das jüdische Angebot in Kiel zu erweitern und auf eigenverantwortliche Beine zu stellen. Der 1998 noch mit der Jüdischen Gemeinde in Hamburg geschlossene Staatsvertrag des Landes Schleswig-Holstein wurde 2004 gekündigt, um ihn entsprechend den neuen Verhältnissen anzupassen.

Zusätzlich ist in Kiel die Neuapostolische Kirche mit 6 Gemeinden in dem Stadtgebiet vertreten.

Buch-Tipp: Gebrauchsanweisung für Rom. Besser als jeder Reiseführer Das Buch war für mich eine Offenbarung. Als Italienischdozentin und Romliebhaberin habe ich es verschlungen. Obwohl ich schon viel über Rom gelesen habe und ein Jahr lang selbst das Glück hatte, die Stadt und ihre Einwohner vor Ort in ihrem Alltag auf mich wirken zu lassen, gab mir das Buch noch zahlreiche, gut recherchierte...

Politik

An der Spitze der Stadt Kiel stand ursprünglich ein Vogt, der vom Landesherrn eingesetzt wurde. Daneben gab es schon sehr früh einen Rat, der nach 1315 stets mehr die tatsächliche Macht in der Stadt ausübte. Der Gemeinderat in Kiel wird heute als Ratsversammlung genannt.

Vorsitzender des Rates war der Bürgermeister. Später gab es auch mehrere Bürgermeister. Nach dem Übergang an Preußen wurde in ganz Schleswig-Holstein 1867 die preußische Städteordnung eingeführt. An der Spitze der Stadt stand dann ein Oberbürgermeister.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schleswig-Holstein Teil der britischen Besatzungszone. Die Militärregierung führte 1946 eine zweigleisige Verwaltungsspitze ein. Danach gab es zunächst einen Oberbürgermeister als Vorsitzenden des Rates und daneben einen Oberstadtdirektor als Leiter der Verwaltung. Die schleswig-holsteinische Gemeindeordnung von 1950 übertrug dem Leiter der Verwaltung jedoch wieder den traditionellen Titel Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister und führte für den Vorsitzenden des Rates bei größeren Städten - so auch in Kiel - die neue Nennung Stadtpräsident ein.

Kiels derzeitige Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz (CDU) wurde 2003 direkt gewählt und ist die erste Frau in diesem Amt in der Geschichte der Stadt.

Die CDU stellt derzeit mit 24 Räten die größte Fraktion in dem Stadtrat. Die SPD stellt 18 Räte, Bündnis 90/Die Grünen 7, wodurch die CDU keine Mehrheit hat. Daher wurde in dem Juni 2003 ein Kooperationsvertrag zwischen der CDU und den GRÜNEN geschlossen.

Stadtoberhäupter 1867-1946

  • 1867 - 1888: Heinrich Mölling , Oberbürgermeister
  • 1888 - 1912: Dr. med. h.c. Paul Fuß , Oberbürgermeister
  • 1912 - 1919: Paul Lindemann , Oberbürgermeister
  • 1920 - 1933: Dr. Emil Lueken, Oberbürgermeister
  • 1933 - 1945: Walter Behrens , Oberbürgermeister
  • 1945 - 1946: Dr. Max Emcke , Oberbürgermeister

Vorsitzende des Rates seit 1946

  • 1946: Dr. Otto Tschadek , kommissarischer Oberbürgermeister
  • 1946: Willi Koch , Oberbürgermeister
  • 1946 - 1950: Andreas Gayk , Oberbürgermeister
  • 1950: - 1951: Dr. Peter Jeschke , Stadtpräsident
  • 1951: - 1955: Max Schmidt , Stadtpräsident
  • 1955: - 1959: Dr. Wilhelm Sievers , Stadtpräsident
  • 1959: Dr. Hans-Carl Rudel , Stadtpräsident
  • 1959 - 1970: Hermann Köster , Stadtpräsident
  • 1970 - 1974: Ida Hinz , Stadtpräsidentin
  • 1974 - 1978: Eckhard Sauerbaum , Stadtpräsident
  • 1978 - 1982: Rolf Johanning , Stadtpräsident
  • 1982 - 1985: Eckhard Sauerbaum , Stadtpräsident
  • 1985 - 1986 Günther Schmidt-Brodersen , Stadtpräsident
  • 1986 - 1998: Silke Reyer , Stadtpräsidentin
  • 1998 - 2003: Cathy Kietzer , Stadtpräsidentin
  • 2003 - heute: Dr. Arne Wulff (CDU), Stadtpräsident

Leiter der Verwaltung seit 1946

  • 1946 - 1950: Walther Lehmkuhl , Oberstadtdirektor
  • 1950 - 1954: Andreas Gayk , Oberbürgermeister
  • 1955 - 1965: Dr. Hans Müthling , Oberbürgermeister
  • 1965 - 1980: Günther Bantzer , Oberbürgermeister
  • 1980 - 1992: Karl-Heinz Luckhardt , Oberbürgermeister
  • 1992 - 1996: Dr. Otto Kelling , Oberbürgermeister
  • 1996 - 1997: Karl-Heinz Zimmer , Bürgermeister und kommissarischer Oberbürgermeister
  • 1997 - 2003: Norbert Gansel, Oberbürgermeister
  • 2003 - heute: Angelika Volquartz, Oberbürgermeisterin
Kiel Beschreibung
Kiel Beschreibung
Die Kiellinie während der Kieler Woche
Buch-Tipp: Im Schatten des Palazzo Farnese. EIN KLASSE DEBÚT Bereits FRED VARGAS erster Kriminalroman strahlt den Charme aus und birgt die Suchtgefahr ihrer späteren Serie um Kommissar Adamsberg. DIE STORY: Einem bekannten Pariser Kunsthistoriker, Henri Valhubert, wird eine bislang unbekannte Michelangelo-Zeichnung angeboten. Sie kann eigentlich ca. aus der Vatikanischen Bibliothek gestohlen...

Wappen

Das Wappen der Stadt Kiel ist das sog. "holsteinische Nesselblatt" in Silber auf rot, mit einem schwarzen Boot. Das silberne Nesselblatt auf rotem Grund ist das Wappen der Schauenburger. Die Stadtflagge ist rot mit dem weißen Nesselblatt und darauf das schwarze Boot.

Buch-Tipp: Level 4. Die Stadt der Kinder. Ein Computerkrimi aus der Level-4-Serie lange her, gleicher Eindruck Es ist jetzt schon 6 Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe und natuerlich vergisst man da so manches Detail. Dafuer erinnere ich mich aber lebhaft daran wie sehr ich dieses Buch geliebt habe. Es ist eine sehr fantasievolle Geschichte ueber einige Kinder, deren liebstes Computerspiel Realitaet wird, und die sich...

Städtepartnerschaften

Kiel unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Buch-Tipp: Lob des Imperiums. Der Untergang Roms und die Zukunft des Westens Interessante Geschichte der Spätantike und der Gegenwart Über die Spätantike ist auch vielen historisch interessierten Menschen nicht viel bekannt. Man kennt die römische Geschichte der Zeit Cäsars und Augustus', und weiß auch noch über Caligula und Nero Bescheid. die über 400 Jahre, die danach kamen, sind aber vielen Menschen unbekannt....

Wirtschaft und Infrastruktur

Kiel ist ein Dienstleistungsstandort. In diesem Sektor sind 78,5 Prozent aller Bediensteten in Kiel beschäftigt, 21,4 Prozent sind in dem produzierenden Gewerbe (sekundärer Sektor ) beschäftigt und 0,2 Prozent in der Landwirtschaft (primärer Sektor ). Wie ein Blick auf die von großen Portalkränen geprägte Kieler Skyline offenbart, ist Kiel ein wichtiger Standort von Werften. Ansonsten befinden sich in Kiel Maschinenfabriken und weitere Industrie, wie EDV-/Büromaschinenfertigung.

Verkehr

Kiel ist vor allem ein Verkehrsknotenpunkt für den Fährverkehr nach Oslo (Norwegen), Göteborg (Schweden), Klaipeda (Litauen),Tallinn (Estland), Turku (Finnland) und nach Kaliningrad und Sankt Petersburg (beide Russland). In Kiel endet der Nord-Ostsee-Kanal. Durch die Förde sind Ost- und Westteil der Stadt zu dem Teil getrennt. Eine Fördeschiffahrt ermöglicht das Überqueren der Förde.

Von Kiel führen die beiden Bundesautobahnen A 210 und A 215 auf die A 7 Hamburg-Flensburg und zwar zu dem Kreuz Rendsburg bzw. zu dem Dreieck Bordesholm. Ferner führen die Bundesstraßen B 76, B 202, B 404 und B 502 durch das Stadtgebiet.

Den öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Busse der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) und die Fähren der SFK Kiel , welche die Kieler Förde vom Westufer (Strande ) über die Innenstadt bis Laboe befahren. Der Kieler Hauptbahnhof (daneben gibt es ca. die Station Kiel-Suchsdorf) ist ein Kopfbahnhof. Er wird seit 1999 restauriert und renoviert. In Kiel-Holtenau befindet sich ein nationaler Flugplatz.

Kiel ist Ausgangs- bzw. Endpunkt einer in dem Mai 2004 eröffneten neuen touristischen Ferienstraße: Die Deutsche Fährstraße - von Kiel bis Bremervörde - verbindet rund 50 verschiedene Fähren, Brücken, Schleusen, Sperrwerke und maritime Museeen; Wahrzeichen sind die Schwebefähren in Rendsburg und an der Oste.

In Kiel gab es bis Ende der 80er Jahre eine Seilbahn, die über den Alten Bootshafen hinweg die beiden Teile des Weipert-Kaufhauses miteinander verbandt, zwischen dem heutigen LEIK und dem C&A-Kaufhaus.

Bekannte Firmen

  • Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW, Schiffbau)
  • Lindenau Werft (Schiffbau)
  • TKR (Telekommunikation)
  • Hagenuk (Telekommunikation, insolvent)
  • Caterpillar (Maschinenbau, ehemals Teil von MaK)
  • Vossloh Locomotives (Maschinenbau, ehemals Teil von MaK)
  • Rheinmetall Landsysteme GmbH (Wehrtechnik, ehemals Teil von MaK)
  • Heidelberger Druckmaschinen AG (Druckmaschinen, ehemals Linotype-Hell AG, ehemals Rudolf Hell GmbH)
  • Provinzial (Versicherungen)
  • HSH Nordbank (ehemals Landesbank Schleswig-Holstein)

Medien

In Kiel befindet sich das Landesfunkhaus Schleswig-Holstein des Norddeutschen Rundfunks. Neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommen auch drei private Radiosender aus Kiel: R.SH (Radio Schleswig-Holstein), delta radio , Radio NORA , die alle aus dem Funkhaus Wittland senden. Der Sender Power 612 (Mittelwellenfrequenz 612kHz, ca. Tagbetrieb) führte bis zu dem 1.8.2004 ein von der Landesmedienanstalt "Unabhängige Landesanstalt für Rundfunk und Neue Medien " verhängtes Sendeverbot durch. Der Sender hat aus wirtschaftlichen Gründen seine Lizenz wieder zurückgegeben. Die zwei Sender regio24.tv und Lokal TV senden in dem Kieler Kabelnetz auf dem Kanal von EuroNews. Öffentlich zugänglich ist der TV-Sender Kiel.tv (ehemals Offener Kanal Kiel) als lokales Fernsehen zu dem Selbermachen sowie der Radiosender 101.2 KielFM, ebenfalls in dem selben Gebäude mit Kiel.tv. Als Tageszeitung erscheinen die Kieler Nachrichten, welche von der Kieler Zeitung Verlags- und Druckerei KG-GmbH & Co herausgegeben werden. Zudem gibt es seit 1999 das Onlinemagazin kiel4kiel.de (http://www.kiel4kiel.de/) mit aktuellen Nachrichten und einer großen Termindatenbank für Kiel.

Rundfunksendeeinrichtungen

Der NDR betreibt in Kiel-Kronshagen eine Sendeanlage für UKW, TV und Mittelwelle (Sendefrequenz 612 kHz, Nutzung nachdem Genfer Wellenplan ca. in dem Tagbetrieb möglich, erfolgte durch Power 612) Die ortsansässigen privaten Hörfunkprogramme werden - mit Ausnahme von Power 612 - vom für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG am Amselsteig abgestrahlt. Daneben betreibt noch BFBS einen UKW-Sender in der Nähe des Prieser Strands.

Ab 8.11 2004 soll in der Region Kiel DVB-T eingeführt werden.

Öffentliche Einrichtungen

Kiel ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts:

Bildung und Forschung

  • Christian-Albrechts-Universität mit ungefähr 20 Tausend Studenten; gegründet 1665 durch Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Institut für Weltwirtschaft (IfW)
  • Universitätsklinikum Kiel mit ungefähr 2 Tausend Studenten (Diese sind wahrscheinlich auch in der Zahl der Uni enthalten.)
  • Fachhochschule Kiel (http://www.fh-kiel.de/) mit ungefähr 5 Tausend Studenten; gegründet 1969
  • Muthesius Hochschule (Fachhochschule für Kunst und Gestaltung) mit ungefähr 650 Studenten; gegründet 1907
  • Multimedia Campus Kiel (MMC) (http://www.multimedia-campus-kiel.de/), International Graduate School of Digital Media and Management
  • Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft, gegründet 1956
Kiel Beschreibung
Kiel Beschreibung
Kiel Schilksee - Kieler Förde

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kiel ist geprägt durch die Nähe zu dem Meer. Einige Sehenswürdigkeiten:

Kiel Beschreibung
Kiel Beschreibung
Der Kieler Marinehafen

Theater

  • Schauspielhaus
  • Opernhaus
  • Theater am Werftpark
  • Niederdeutsche Bühne

Museen

  • Kunsthalle
  • Schifffahrtsmuseum
  • Stadtmuseum
  • Stadtgalerie

Bauwerke

  • Das Rathaus, dessen Turm als Wahrzeichen der Stadt gilt
  • Nicolaikirche (evang.)
  • St. Nikolauskirche (kath.)
  • Schloss, in dem Zweiten Weltkrieg nahezu zerstört, wurde es neu aufgebaut und dient heute meist kulturellen Zwecken
  • Das Landeshaus, ehemalige Marineakademie und heute Sitz des Landtags, direkt an der Förde.
  • Der Hörn-Campus , bestechend durch extravagante Architektur mit einer in Wellenform geschwungenen und gleichzeitig geneigten Glasfront
  • Der Fernmeldeturm (nicht für die Öffentlichkeit zugänglich)
  • Sendemasten in Kiel-Kronshagen

Regelmäßige Veranstaltungen

Sport

  • Gemessen an der Zahl der Aktiven dürfte auch in Kiel der Fußball wie in dem übrigen Deutschland die Sportart Nr. 1 sein; allerdings ist es den Kieler Vereinen hier nie gelungen einen Stammplatz in den Top-Ligen zu erreichen. Der Kieler SV Holstein, der größte Kieler Fußballverein, war in den Jahren vor Einführung der Bundesliga zwar einige Jahre in der Oberliga Nord vertreten und bereits 1912 sogar einmal Deutscher Meister, zur Zeit spielt er jedoch ca. in der dritthöchsten deutschen Klasse, der Regionalliga Nord.
  • Anders ist die Situation in dem Handball: Hier kann der THW Kiel eine stolze Reihe von nationalen Meistertiteln sowie Siegen in dem Deutschen Handball Pokal und in dem Europapokal vorweisen. Diese Erfolge stützen sich auf kräftiges Sponsoring durch Unternehmen aus der Region sowie auf eine treue Fangemeinde, die regelmäßig die Ostseehalle füllt.
  • Kiel ist ganz gewiss ein "Mekka" des Segelsports. Die Kieler Woche (s.o.) ist noch vor den Olympischen Spielen die größte segelsportliche Veranstaltung der Welt. An ihr nehmen jährlich viele tausend Segler mit tausenden von Booten (fast) aller Klassen aus allen Kontinenten teil. Während der restlichen Saison finden darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Regatten statt. Träger dieser Aktivitäten sind vor allem mehrere Segelklubs, die ihren Sitz rund um die Kieler Förde haben mit dem Kieler Yacht Club (KYC, ehemals: "Kaiserlicher Yacht Club") als dem größten und sportlich aktivstem Verein.

Kulinarische Spezialitäten

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Nicht in Kiel geboren, aber lange hier gelebt und gewirkt haben u. a.

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